Orphaned Land – Unsung Prophets and Dead Messiahs

Orphaned Land - Unsung Prophets and Dead MessiahsIch bin gerade beim stöbern in den neuen Platten bei Amazon Music auf dieses Stück Musik hier gestoßen und fühlte mich doch irgendwie angesprochen. ORPHANED LAND sind eine Metal Band aus Israel, machen bereits seit 1991 Musik, und haben mit „Unsung Prophets and Dead Messiahs“ vor ein paar Tagen bei Century Media ihr sechstes Album veröffentlicht.

Was einem als aller erstes beim Hören auffällt ist, dass die Musik in großen Teilen anders klingt, als das was man allgemein gewohnt ist. Orientalische Melodien mit Noten, die sich in unseren Ohren einfach fremd und anders anhören, da es sie so zum Beispiel auf einem Klavier einfach nicht gibt. Streich- und Saiteninstrumente sind solche Töne schon eher zu entlockt, und natürlich auch der Stimme. So klingt auch der Gesang der Band häufig anders, als es die gängigen Szenekonventionen erlauben würden. Ich bin echt froh, auf die Truppe gerade gestossen zu sein, denn mein Wunsch nach anders und neu klingender Musik wird hier definitv erfüllt. Soviel zu dem was anders klingt… Womit lässt sich die Musik denn vergleichen?

Ich würde ORPHANED LANDs Musik zum Beispiel mit der von BLIND GUARDIAN vergleichen wollen. Streicht Hobbits und Zauberer und ersetzt sie mit Tausend und Einer Nacht und ihr seid auf dem richtigen Weg. Die Arrangements sind groß, mit Orchestern, Streichern und diversen orientalischen Instrumenten, dazu Chöre und Percussion. Alles bekommt seinen Raum, mit dabei dann verzerrte Gitarren und Schlagzeug. Der Gesang ist meistens Clean, ab und an vernimmt man aber auch mal was aus den tieferen, gegrowlten Lagen. Die Gitarrenarbeit ist erste Sahne, breite Akkorde, nette Riffs, interessante Melodien mit orientalischem Einschlag. Hier gibt es jede Menge Input für Gitarristen, die auf der Suche nach anderen, nach neuen Tönen sind, einfach, weil mit anderen Tonleitern, wie den Dur-, Moll- und den Kirchentonleitern gearbeitet wird. Wirklich erfrischend. Andererseits aber gleichzeitig auch die größte Herausforderung für „westliche“ Ohren.

Nehmt euch die Zeit, gebt den Jungs eine Chance. Hier könnt ihr wirklich mal was anderes hören, abseits von altbekannten ausgetretenen Pfaden, weswegen ich auch auf die Beurteilung der Songs im einzelnen verzichten möchte. Aber ich freu mich schon ‚Only The Dead Have Seen The End Of War‘ anzumachen im Auto… Die blöden Gesichter an der Ampel will ich sehen 😀

Gruß Rocko Flanell

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