WWE NXT TakeOver: Philadelphia

NXT_Takeover_PhiladelphiaLetzten Sonntag war WWE Royal Rumble 2018 angesagt, und somit wurde offiziell die Road to Wrestlemania eingeläutet. In diesem Jahr gab es, zum ersten Mal überhaupt, einen Royal Rumble der Frauen. Mittlerweile zur Tradition geworden ist, dass vor den besonderen WWE Veranstaltungen NXT mit ihrem eigenen PPV bereits am Samstag eine großartige Show abliefern, und so auch an diesem Samstag vor dem Rumble. Weiterhin gehört es zur Tradition, dass mir die TakeOver Veranstaltungen besser gefallen wie die tatsächlichen WWE PPVs, aber diesmal war die Kluft zwischen den Events nicht so groß, wie zum Beispiel bei der Survivor Series oder dem Summerslam.

Starten wir erstmal mit dem Samstag: „NXT TakeOver: Philadelphia“ war, trotz des Namens, kein Käse. So, nachdem dieser Lacher durch ist, weiter im Text. Es gab 5 Matches mit ca. anderthalb Stunden In-Ring Action. Neben drei Titel Matches und einem Extreme Rules Match gab es dann noch eine „normales“ Match zu sehen.

Los ging es mit dem Tag-Title Match, die Authors of Pain als Herausforderer gegen Bobby Fish und Kyle O’Reilly von The Undisputed Era als Titelträger. AoP machten, wie immer, einen sehr dominanten Eindruck. Mir gefallen die beiden Jungs gut, da die Matches mit ihrer Beteiligung meist sehr intensiv sind. Man nimmt den beiden ab richtig miese, fiese Kraftpakete zu sein. Doch gegen Fish und O’Reilly schaffen es selbst AoP in die Rolle der Faces zu rutschen. Respekt auch an die beiden. AoP waren lange Zeit im Vorteil, bis es zu einer augenscheinlichen Verletzung auf Seiten AoPs kam. Die konnte ausgenutzt und so die Oberhand gewonnen werden. Das Finish war knapp, hinterlistig, aber verdient.

Valveteen Dream gegen Kassius Ohno begann mit einem Fehler seitens Dreams. Der Jung hatte in der Pre-Show große Klappe und verkündete, dass er Ohno, den K.O.-Master innerhalb von 30 Sekunden selbst KO schlägt. Ein Glückstreffer von Dream hätte das Match auch beinahe entschieden, wenn er das Cover angesetzt hätte. Stattdessen hüpfte er rum, als wäre er Weltmeister, in seiner, zum Thema passenden Boxerhose. Ich glaub es liest sich genauso blöd, wie es aussah. Die Chemie zwischen den beiden im Ring stimmte nicht, es lief generell etwas unrund. Schade. Dream sah gegen Black wie Championmaterial aus… Lag es an Black allein? Dream ist noch jung. Wir werden sehen, wie es mit ihm weiter geht. Unterhalten tut er schon mal.

Das Women’s-Title Match bestand zu fast 50% aus einem Submission-Move aus dem Ember Moon versuchte zu entkommen. Shayna Baszler, mit ihrem MMA Hintergrund, wurde als Submission Magician bezeichnet, was auch bewiesen werden wollte. Das fiese Mädel, das beim Training Anfänger KO würgt, wollte nun also Champ werden. Sie war die meiste Zeit im Vorteil, doch die gute Ember, trotz Armverletzung, konnte im letzten Augenblick ein überraschendes Cover ansetzen und 1-2-3… Naja war okay, war ganz spannend, als es darum ging, ob Ember noch aus dem Armbar rauskommt, aber so wirklich überragend war das Match nicht.

Aleister Black vs. Adam Cole war da schon was anderes. Ich hab vor ein paar Tagen irgendwo im Netz ein Match bei ’ner anderen Liga ein No Ropes, Barb Wire Match gesehen… Da ging auch ne Menge zu bruch, und warum sich jemand Schaschlikspieße in den Kopf stecken lässt, darüber lässt sich streiten. Aber der ganze Mist konnte nicht gegen den Bump anstinken, den Cole eingesteckt hat. Beim Gedanken an den Fall auf die Stuhllehne spüre ich schon wieder jede Bandscheibe einzeln. Das tat beim hinsehen wirklich weh… Aber der Spot allein macht noch kein gutes Match aus. Die beiden hatten eine super Harmonie zusammen, Black der immer wieder andeutete, dass er verdammt nochmal keine Waffen braucht für Cole, und ihn lieber mit den eigenen Händen platt macht…. War schon toll inszeniert. Definitiv ein sehenswertes Match.

Am Ende das Match um den NXT-Title zwischen Gargano und Andrade ‚Cien‘ Almas.  Das Gargano tolle, spannende Matches worken kann haben wir in den Tag Team Matches schon häufig gesehen, Mr. Almas hätte ich solche Dinger vor ein paar Monaten noch nicht zugetraut. Sein Match gegen Drew McIntyre bei TakeOver: War Games hatte mich schon angenehm überrascht. Sein Match hier gegen Gargano war nochmal eine ganze Spur spannender. Allerdings frage ich mich, was sie mit Gargano vorhaben. Im Grunde ist er derjenige, der NIE die großen Matches gewinnt. Er reißt sich den Allerwertesten auf, um bis kurz vor die Spitze zu gelangen, und schafft es dann doch nicht. Nun ist dann wohl erstmal Fehde gegen seinen immer mal wieder ehemaligen Partner Ciampa angesagt. Als nächsten Gegner für Almas kann es nur Black oder Cole heißen. Mal sehen wie es bei NXT weiter geht.

Insgesamt zwei wirklich hervorragende Matches und ein gutes Tag-Title Match, bei den Damen hat man schon besseres gesehen. Allerdings mag ich Ember Moon auch nicht so gerne…Dream vs. Ohno war krankte an der fehlenden Chemie zwischen den beiden. Alles in allem ein guter Start ins Jahr 2018 für NXT…

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