Victorius – Dinosaur Warfare

Victorius -Dinosaur WarfareIch hab mir gerade eben die aktuellen Neuerscheinungen bei Amazon Music angesehen, da möchte ich euch dieses Highlight nicht vorenthalten. Dieses Cover ist einfach episch, und hat mein 80er-Kitsch-Herz genau in der Mitte getroffen. Ich meine hey, wer liebt denn bitte keine Robo-Dinos mit Laserstrahlen? Ich konnte nicht widerstehen und musste einfach reinhören.

Victorius liefern uns modernen, schnellen Power Metal mit ,zum Konzept passenden, arcade-artigen Keyboard- und Gitarrensounds, direkt aus den 80ern. An vielen Stellen fühlte ich mich durchaus an Dragonforce erinnert. Was allerdings stark auffällt ist, dass es sich bei Victorius um eine deutsche Band handelt, spätestens, wenn der Gesang einsetzt… 😉 Ich hoffe nun einfach mal, dass die Scheibe mit genau dem Augenzwinkern gemeint ist, den ich darin zu erkennen glaube. Wer „Dinosaur“ und „Holy War“ auf einander folgen lässt, und später dann mit „Tiger“ und „Survivor“ nochmal in die gleiche Kerbe schlägt, der muss das mit einem Augenzwinkern meinen…oder? Oder? Es handelt sich bei dem Tiger übrigens um einen Säbelzahntiger. Mit Lasern…. Hab ich erwähnt das alles im Weltraum spielt?

Also, nochmal von vorne und nun ganz ordentlich: „Dinosaur Wars – Legend of the Power Saurus“ umfasst 5 Tracks plus Intro, und ist somit wohl eher eine EP, denn ein Album. Ich hab mich in den 21 Minuten gut unterhalten gefühlt, und darauf kommt es an. Schnelle Riffs und Leadgitarren treffen aufeinander. Dazu genre-typischer Gesang, klar und in höheren Lagen. Den Gitarren wurde, neben der Stimme am meisten Platz geschaffen im Klangbild.

„Dinosaur Warfare“ startet mit einem typischen Chor, als wenn es gleich in die Schlacht geht. Die Snare peitscht den Song nach vorne, quasi durchgehende Double-Bass Drum. In der Mitte gibt es ein paar Soundeffekte, Dino-Gebrüll, Laserstrahlen, anschließend geht es ins Solo. Melodisch, in hohen Lagen, spieltechnisch schon für Fortgeschrittene.

„Legend of the Power Saurus“ startet dann erstmal mit nem kleinen Intro-Solo, viel Melodie. Strophe dann wieder ähnlich wie vorher… Double Bass, peitschende Snare, schnelles Riff. Mid-Tempo Bridge mit lang gehaltenen Powerchords, die es auch in den Refrain geschafft haben, da gibt’s dann die Arcade-Leads ala Dragonforce. Verdammt ist der Refrain kitschig. Fieses Break bei 2:45, Tapping als Einstieg ins knapp 50 sekündige Solo, im Anschluss daran gibt’s wieder den kitschig-triefenden Refrain. Das abschließende Lick klingt nach „Go,Go Power Rangers…“

Bei „Lazer Tooth Tiger“ klingt es in den Strophen eher nach Moll, dafür wird’s im Refrain umso epischer, schließlich ist der Tiger ein echter Held mit Klauen aus Stahl… Auch hier wieder ein Solo, mit ausgiebigen Tapping-Einlagen.

„Razorblade Raptor“ startet, im Vergleich zu den anderen Songs eher düster. In dem Song stört mich die Stimme des Sängers tatsächlich, da sie einfach nicht passt. Da fehlt eine Prise Schmutz und Dreck… Das Solo klingt in diesem Song mehr nach Keyboard, wird im Verlauf dann noch gedoppelt, ist aber auch nicht lang. Mit 3:30 ist dies hier eh der kürzeste Song.

Das abschließende „Flames of Armageddon“ startet auch ziemlich düster. Streicher aus dem Keyboard verleihen dem Track ein wenig Epik. Der Einstieg in den Song gefällt mir gut, auch die Strophe ist gelungen…Aber nach knapp 20 Minuten habe ich genug Power Metal Refrains gehört. Hier hätte es auch dringend noch ein wenig mehr Abwechslung gebraucht. Wie die anderen Songs, ist auch dieser hier vollgepackt mit Klischees zum Thema. Fies klingender Einstieg ins Solo, bewegt sich dann mit kleinen Läufen immer weiter den Gitarrenhals rauf. Nett gemacht.

Mein Fazit: 20 Minuten spaßiger, Klang gewordener 80 Trash. Wer immer mal wieder die grandiosen Titelmelodien der 80er Comic Serien ala Mask, Bravestar, und Co. im Ohr hat, wird hier fündig werden und bekommt auch thematisch die volle Breitseite. Für 20 Minuten völlig okay. Gegen Ende merk ich auch schon Abnutzungserscheinungen. Ansonsten nix zu meckern.

 

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